1.000 km in 2016

1.000 km in 2016 Ich hab's geschafft: Ich bin 1.000 km in 2016 gelaufen. Meinen ersten Halbmarathon bin ich auch gelaufen. We...

1.000 km in 2016
1.000 km in 2016
Ich hab's geschafft: Ich bin 1.000 km in 2016 gelaufen. Meinen ersten Halbmarathon bin ich auch gelaufen. Wenn man aber überlegt, dass das "nur" 21 km waren und dass ich dann noch 980 km gelaufen bin, ist das gar nicht mehr so krass. Oke. Ne. Einen Halbmarathon klein zu reden, macht gar keinen Sinn. Also unterm Strich war jeder einzelne Kilometer anstrengend.
Ich bin wirklich selten (nie?) fröhlich hüpfend durch die Welt gejoggt. Vielleicht beim ersten Lauf nach dem Halbmarathon.


Laufen ist ätzend

Wenn ich allerdings so durch meine Läufe scrolle und meine Kommentare dazu lese, muss ich zusammenfassend sagen, dass ich mich wirklich jedes Mal aufs Neue motivieren muss. Hier ein kleiner Auszug meiner Kommentare, zu einigen Läufen:

- 03.01.16 KALT
- 06.01.16 KALT UND SCHNEE
- 15.01.16 Müde und Schnee.... Yay
- 22.01.16 KALT
- 24.01.16 langweilig. überall Pfützen.
- 01.02.16 windig und langweilig
- 03.02.16 hatte das Gefühl ich komme nicht vom Fleck. Sonst oke.
- 14.02.16 zw KM 12 und 13 war die Freude wieder größer als die Fähigkeit regelmäßig zu atmen
- 16.02.16 Scheiße - habe ich mich vor meinem eigenen Schatten erschreckt!
- 23.02.16 Das war super anstrengend. Ich hasse laufen.
- 20.03.16 Das war vielleicht gar nicht mal so klug, aber dafür scheiße.
- 06.05.16 ätzend
- 08.05.16 sehr warm
- 30.05.16 ÄTZEND + Gewitter
- 06.07.16 windig wie sau
- 12.07.16 Neue Schuhe (juhu), aber Seitenstechen (kacke)
- 30.07.16 der Juli kann weg
- 13.08.16 furchtbar.
- 17.08.16 Ich habe einen Fuchs gesehen
- 20.08.16 schwül und anstrengend. aber oke. aber anstrengend.
- 25.08.16 heiß. furchtbar.
- 03.09.16 Alsterrunde
- 06.11.16 Regen in Rotterdam. Na gut.
- 18.11.16 Regen
- 11.12.16 Alibilauf mit Kater

Zu vielen Läufen gibt es keine Kommentare und ab und an steht da auch einfach nur ein "Juhuuuu", wenn ich zur Abwechslung mal schnell(er) war.
Insgesamt waren es 128 Läufe. Der Monat mit den meisten Läufen war der Dezember mit 17 Läufen und im September bin ich nur 6 Mal gelaufen. Der längste Abstand zwischen zwei Läufen war im März mit einer krankheitsbedingten Pause von 12 Tagen. Das finde ich eigentlich die größte Leistung: Dass ich es geschafft habe, das ganze Jahr hinweg regelmäßig ohne Pause zu laufen. Egal, ob ich 5 km oder 15 km gelaufen bin, aber ich bin gelaufen.

Was hat sich verändert?

Auf den ersten Blick gar nichts! Ich bin immer noch "lahm". Wenn ich alleine laufe, habe ich einen Durchnittspace von 7:30 min/km. Wenn ich in Gesellschaft laufe oder irgendwo anders Druck herbekomme, kann ich auch mit 6:30 min/km laufen. Aber wenn man sich die Laufdaten mal genauer anschaut, sieht man schon einen Unterschied.
Ich habe hier zwei Läufe miteinander, die sich vom Pace und der Strecke nicht unterscheiden:

Dezember 2015 vs. November 2016
Beide Läufe mit einer Pace von ungefähr 7:30 min/km und einer Distanz von 7,4 km
Vergleich December 2015 mit November 2016 - Pace 7:30 min/km - Distanz 7,4 km
Vergleich Dezember 2015 mit November 2016 - Pace 7:30 min/km - Distanz 7,4 km

Herzfrequenz-Bereiche Dez 2015
Herzfrequenz-Bereiche Dez 2015
Herzfrequenz-Bereiche Nov 2016
Herzfrequenz-Bereiche Nov 2016

Wie man sieht ist meine durchschnittliche Herzfrequenz nach unten gegangen. Ich habe nicht gezielt darauf trainiert, dass das passiert. Ich wusste, dass meine Herzfrequenz zu hoch ist, aber ich konnte nicht wirklich was daran ändern. Und irgendwann ist sie "von alleine" runtergegangen und bis dahin habe ich sie ignoriert.

Ansonsten gab es ziemlich viele erste Male dieses Jahr. Der erste Halbmarathon, die erste Alsterrunde in Hamburg, das erste Mal vor der Arbeit gelaufen (und viele weitere Male), das erste Mal an einem Lauftraining teilgenommen, das erste Mal zum Laufen interviewt worden, zum ersten Mal im Urlaub gelaufen, zum ersten Mal einen Fuchs gesehen beim Laufen, und so weiter...


Laufen im Urlaub

In der Vorbereitung zum Halbmarathon war ich auch Anfang 2016 in Kapstadt im Urlaub und habe witzige Dinge erlebt, die in der Bildunterschrift beschrieben sind.

Das war wahrscheinlich mein absurdester Lauf: 1. kam mir eine Horde nackter Radfahrer entgegen. Ich habe also sehr sehr viele Geschlechtsteile gesehen. Es war aber eine Demo gegen das Autofahren und ich hab fröhlich alle Nackten angelächelt und sie voll unterstützt. 🚴🏼🚴🏼🚴🏼🚴🏼 2.DANN WAR EIN WAL IN SEA POINT .. Gut zu erkennen war er an der Traube Menschen, die an der Promenade ihre Handys richtig Meer hielten. Ne Spaß... Es war echt toll! 🐋 3. Bei KM 10 hat mir ein sehr attraktiver Mann gesagt "I like the spirit". Weiß ich zwar nicht so genau, was er zu dem Zeitpunkt in mir noch für einen Spirit gesehen hat, aber ich musste lachen. Das Foto ist von gestern, als wir auf den Tafelberg gewandert sind. #capetown #tablemountain #mountainview #nikerunning #running #10km #runhappy #runningcapetown #instarunners #running
Ein von Meiliese (@meiliese) gepostetes Foto am



In Hamburg bin ich im September die Alsterrunde gelaufen und das war richtig cool. Ich habe zwei Jahre in Hamburg gelebt und habe das nicht geschafft. Was ich dort ziemlich toll finde, sind die Trinkstationen um die Alster rum. Vor allem im Sommer ist das natürlich ein großer Vorteil.

Hamburg Alterrunde
Hamburg Alterrunde im September


Ende des Jahres war ich in Rotterdam zu den MTV EMAs und war auch dort laufen. Es hat geregnet wie sau, aber ich habe Enten gesehen. Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich im Regen losgelaufen bin und es tatsächlich die ganze Strecke durchgeregnet hat. Das muss ich auch nicht mehr so oft machen. Und die Laufschuhe sind danach auch so nass, dass man sowieso 2 Tage warten muss, bis sie wieder trocken sind.


Wie ihr sehen könnt, ist ganz zauberhaftes Wetter in Rotterdam. Ich war 5,7 km laufen und habe mir die MTV EMA Location schon mal von hinten angeschaut. Da ist nämlich ein wunderschöner Park. Also ggf. es regnet nicht gerade wie die Sau. Ich war da auch der einzige Mensch. Wahrscheinlich ist der Park übelst gefährlich oder Menschen in Rotterdam gehen nicht raus, wenn es regnet. Wer weiß... dafür habe ich sehr viele Tiere gesehen und musste diverse Pausen zum "Enten fotografieren" machen. Normalerweise nehme ich mein Handy nicht zum Laufen mit, da ich fürs Tracking meine Garmin Laufuhr habe, aber in Rotterdam dachte ich, ich könnte mich ja vielleicht verlaufen... und jedenfalls hab ich jetzt 30 miese Tierfotos auf meinem Handy. Ist schon ganz in Ordnung, dass ich mein Handy sonst nicht mitnehme. Jetzt werde ich noch ein bisschen shoppen gehen und später treffe ich mich mit Kollegen auf ein paar Drinks und dann geht's zu den EMAs. #rotterdam #mtvemas #runhappy #running #rain #ducks #ahoyrotterdam #zuiderpark #beatyesterday #spassaufderstrasse #smarthh
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In Sri Lanka war ich zwei Mal auf dem Laufband und habe meine Angst vor dem Laufband überwunden. Ich hatte nämlich immer die Befürchtung, dass ich, wenn ich "nicht mehr kann" einfach hinten runterfalle. Und zwar im hohen Bogen. Da ich normalerweise, wenn ich draußen laufen gehe, die ersten 2 Kilometer schneller bin als den Rest und dann einfach automatisch etwas langsamer werde, dachte ich, dass ich das Tempo auf dem Laufband auch nicht einhalten kann. Aber irgendwie klappt das ganz gut.

Ich war laufen im Urlaub. Mein 15-Jähriges-Ich hätte mir deswegen wahrscheinlich sehr oft den Vogel gezeigt. Aber ich war auf dem Laufband im klimatisierten Fitnessraum und es waren nur 5km (das hat meine Garmin Laufuhr mit ausgeschaltetem GPS angezeigt, auf dem Laufband waren es 5,2 km). Und nach der Kotzerei der letzten Tage war ich froh mal dazu in der Lage zu sein Sport zu machen. Danach war ich ganz schön durch, aber zufrieden und mein Freund hat das Foto von mir gemacht. Ich meinte zu ihm "Oh Gott da seh ich ja fertig aus!" Und er sagte "Na wie sollste auch aussehen nach einem Lauf?" Und recht hat er! Deshalb mal ein Foto ganz ohne Filter. Schwitzi und fertig mit der Welt. Danach bin ich in den Pool gehüpft und habe ein Bier getrunken. #sweatyandhappy #runhappy #running #5km #beatyesterday
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Lauftraining

Das Lauftraining habe ich bei "Lunge - Der Laufladen" gemacht, nachdem ich dort meine neuen Laufschuhe gekauft habe. Das war ziemlich cool und ich kam mir ein bisschen vor, wie die Mädels von Germany's Next Topmodel, die auch zu blöd zum Laufen sind. Nur dass ich eben kein Catwalk Training hatte, sondern ein Lauftraining. Erstaunlicherweise kann man doch ziemlich viel falsch machen beim Laufen und zwar von den Füßen bis zu den Händen. Nach dem ersten Lauftraining war ich sogar ein bisschen überfordert von den vielen Dingen, auf die ich achten sollte. Aber wenn man während eines Laufes auch nur auf 1-2 Dinge achtet und diese versucht zu verbessern, ist das auch schon von Vorteil. Ich tendiere bspw. dazu immer ein wenig nach vorne gebeugt zu laufen und sollte den Oberkörper nach vorne mehr "strahlen" lassen.

Laufen auf dem Laufband

Seit Mitte Dezember bin ich auch im Fitnessstudio angemeldet und laufe regelmäßig auf dem Laufband. Ich kann sogar gegen Ende das Tempo noch hochstellen und bisher bin ich noch nicht vom Laufband gefallen. Ich finde es ehrlich gesagt ganz witzig, dass man irgendeinen Blödsinn auf VOX schauen kann, während man seine Kilometer abläuft. Am schnellsten vergeht bei mir die Zeit allerdings wenn ich Nachrichten schaue, aber das will man sich auch nicht immer antun. Deshalb lasse ich mich oft von irgendwelchen "Schau mal, ich hab das geilste Hochzeitskleid und meiner Mutter gefällt es nicht"-Sendungen berieseln.

Fitnesstracker und Laufuhr

Zusätzlich zum Laufen ist sportlich gesehen nicht viel Aufregendes passiert. Ich müsste natürlich mal ein bisschen Stabi-Training machen, aber irgendwie habe ich dazu keine Lust.

Im Oktober habe ich den Garmin vívosmart HR+ Fitness-Tracker von Garmin zum Testen zugeschickt bekommen und tracke seitdem fast täglich meine Schritte. Da ich zum Laufen meine Garmin Forerunner 225 GPS-Laufuhr benutze, die ich mir Ende 2015 gekauft habe und sehr zufrieden damit bin, habe ich mich sehr über den Fitness-Tracker gefreut. 

Meine Laufuhr und mein Fitnesstracker
Meine Garmin Laufuhr und mein Fitnesstracker

Der Fitness-Tracker hat ganz schön viele Funktionen und kann mir sogar die Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigen. Das ist fürs Fahrradfahren ganz gut, aber nervt bspw. beim Abendessen, wenn ich das Handy eigentlich absichtlich außer Reichweite lege. Deshalb habe ich die Funktion meistens deaktiviert bzw. die Bluetooth Verbindung zu meinem Handy abgeschaltet.
Der vívosmart HR+ kann auch den Schlaf analysieren. Das habe ich die ersten paar Tage mal gemacht und dann habe ich mich gefragt, warum ich das überhaupt mache. Ich hatte noch nie wirklich Schlafprobleme. Ich kann echt gut schlafen. Schlafen ist toll. Also was bringt es mir zu wissen, ob ich die letzte Nacht 2 oder 4 Stunden Tiefschlaf hatte oder wie oft ich laut des Trackers in welcher Schlafphase war? Außerdem hat es mich genervt den Fitnesstracker fast 24h zu tragen. Meistens mache ich es mittlerweile so, dass ich den Tracker abnehme, sobald ich nach Hause komme. Die paar Schritte, die ich in meiner Wohnung rumlaufe, braucht er auch nicht tracken.
Ansonsten versuche ich regelmäßig aufzustehen und auch im Büroalltag immer wieder ein paar Schritte zu gehen, wenn der Tracker kurz vibriert und "Los!" sagt, wenn ich zu lange gesessen habe. Das ist auch völlig in Ordnung. Zusätzlich achte ich darauf nach dem Mittagessen noch eine Runde zu gehen, denn wenn ich abends keine Laufrunde geplant habe, komme ich sonst eigentlich überhaupt nicht mehr auf mein Tagesschritteziel.
Mitte Oktober lag mein Tagesschritteziel bei etwas über 6.000 Schritte. Aktuell liegt es bei  über 11.000 Schritten, was aber daran liegt, dass ich Ende Dezember fast jeden Tag laufen war, um die 1.000 km in 2016 noch zu schaffen.

Garmin vívosmart HR+
Garmin vívosmart HR+ - Tagesziel 11.161 Schritte
Die Schritte der Läufe zählen natürlich mit und so hat sich mein Tagesziel regelmäßig erhöht. Das ist wohl ganz im Sinne der #Beatyesterday Kampagne von Garmin. Man soll sich jeden Tag etwas verbessern, aber trotzdem finde ich es auch mal völlig in Ordnung, wenn man mal einen Tag nicht das Tagesziel erreicht und zwar ganz nach meinem Motto: "Sei Käsekuchen". Man muss sich seiner aktuellen Form anpassen und wenn man einen miesen Tag hat, kann man auch mal nichts machen und morgen wieder besser sein. Ich finde den Fitnesstracker gut, weil er mich daran erinnert ab und an mal aufzustehen und mich zu bewegen. Da ich kein Auto habe, gehe ich sowieso viele Strecken zu Fuß und auch der Weg zu S-Bahn sind schon einige hundert Schritte. Was mich stört ist das Design, denn ich habe zuvor eigentlich ziemlich kleine schlichte Uhren getragen und diese auch gerne mal abgewechselt. Und jetzt trage ich jeden Tag den Fitnesstracker. Und klein und schlicht ist der nun wirklich nicht. Zumindest nicht an einem Damenhandgelenk.

Jetzt bleibt die Frage: Braucht man das?
Ich würde sagen, wenn du ein bisschen fauli bist und dir die Motivation fehlt dich zu bewegen, dann ist der Fitness-Tracker eine gute Investition. Wenn du Sport machst, gerne mal aufs Auto verzichtest, keinen Bürojob hast bei dem zu 8 h am Tag sitzt, ausgezeichnet schläfst, zuhause einfach gerne abschaltest, dein Handy sowieso immer lautlos ist, du nur ungefähr einmal die Woche komplett einen Tag auf dem Sofa ablümmelst, dann brauchst du wirklich keinen Fitness-Tracker. Wenn du allerdings gerne Zahlen anschaust und dich ständig verbessern möchtest, dann kannst du dir auch einen Tracker gönnen.

Ziele und Pläne in 2017

In 2017 laufe ich wieder den Berliner Halbmarathon und sonst habe ich keine Pläne. Natürlich kann ich mein Jahresziel dieses Jahr nicht verdoppeln. Ich bin 2014 insgesamt 240 km gelaufen, 2015 waren es dann 400 km und 2016 nun die 1.000 km. Wenn es dabei bleiben würde, wäre das eine Spitzenleistung. Grundvoraussetzung ist natürlich dass ich weiter gesund und fit bleibe und das ist auch das wichtigste für mich. Ich werde sehr wahrscheinlich auch etwas weniger laufen und dafür diverse Kurse im Fitnessstudio ausprobieren. Bisher habe ich Yoga und Body Shape ausprobiert und ich möchte noch alle möglichen anderen Kurse testen, bis ich weiß, was mir am Besten gefällt. Bisher gefällt mir die Sauna im Fitnessstudio am Besten. Aber wer weiß... vielleicht ist ja Pilates, Body Pump oder Ballett genau das Richtige für mich. Und irgendwas muss man ja machen, wenn man gerne Dinge mit Käse überbackt und sie isst.

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1 Kommentare

  1. Schöne Aufarbeitung des Jahres und viel Erfolg für 2017!

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