Surfen in Kapstadt

Surfen in Kapstadt Als ich 2013 das erste Mal in Kapstadt war, habe ich meinen ersten Surfkurs bei Stoked School of Surf gemacht. Zu di...

Surfen in Kapstadt
Surfen in Kapstadt
Als ich 2013 das erste Mal in Kapstadt war, habe ich meinen ersten Surfkurs bei Stoked School of Surf gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr unsportlich und ein bisschen fett. Ich habe die 4 x 2h Surf Lessons damals geschenkt bekommen und es hat trotz meiner Unsportlichkeit sehr viel Spaß gemacht. Die Surfcoaches sind einfach super und ich bin sogar auch mal gestanden.

3 Jahre später und ohne jegliche Surfaktivitäten in der Zwischenzeit, wollte ich es nochmal wissen und habe noch eine Surf Lesson bei Stoked gemacht. Inzwischen mache ich ja viel mehr Sport und habe auch gleich einen Unterschied gemerkt. Aber ins Wetsuit quetschen macht weiterhin keinen Spaß.
Wetsuit erfolgreich übergestülpt
Wetsuit erfolgreich übergestülpt
Übrigens bekommt man die Wetsuits von Stoked und muss eigentlich gar nichts mitbringen außer Bikini, Sonnencreme und Handtuch. Soweit ich weiß, kann man sogar aus der Stadt zum Strand transportiert werden, aber wir sind selber zum Strand gefahren und haben die Coaches dort getroffen. Übrigens sehen die Surfcoaches auch genau so aus, wie man sich die vorstellt. Hier ein Foto, um das zu verdeutlichen.



Ich wollte unbedingt nochmal einen Anfängerkurs machen , weil ich das Gefühl hatte, dass ich sowieso alles vergessen habe. Alexis (der in der Mitte auf dem Bild oben) hat bevor es ins Wasser ging, im Sand kleine Wellen gebaut und uns alles erklärt, was auch sehr einleuchtend war.
Im Wasser habe ich dann gemerkt, dass ich wirklich ein anderes Körpergefühl habe, als vor drei Jahren. Ich bin einfach fitter und wiege 10 Kilo weniger, das macht die Sache doch einfacher. Ich konnte eigentlich sofort nach 2-3 Wellen für wenige Sekunden stehen. Alexis und David, die beiden Coaches haben mich auch brav gelobt ("It's not you, it's the waves") und mir viele Tipps gegeben. Ich setzte zum Beispiel immer nur die Zehen auf, anstatt den ganzen Fuß. Kein Wunder, dass ich dann gleich vom Brett gefallen bin.
Alexis hat mich auch gefragt, was ich denn sonst so für Sport mache. Und da habe ich das erste Mal gesagt "I'm a runner." und vielleicht bin ich das inzwischen wirklich. Ich bin eine Läuferin. Darüber habe ich im Nachhinein viel nachgedacht. Ab wann man das sagen "darf". Und ab wann man ein Läufer ist. Aber ich glaube, ich bin das wirklich. Oke und dann hat er mich gefragt, was das Tattoo auf meinem Fuß bedeutet und ich hab gesagt, dass es bedeutet, dass ich mal sehr dumm war als ich 18 Jahre alt war.

David - Stoked Schook of Surf
David - Stoked School of Surf
Jedenfalls hat die Surf Lession super Spaß gemacht und ich wusste wieder, wie das mit dem Surfen geht. Also zumindest theoretisch.
Wir haben uns dann für den Rest des Urlaubs Surfboards geliehen und diese super professionell mit Spanngurten auf unseren Mietwagen geschnallt. Ich hatte zwischendurch schon überlegt, wie wir das mit den fliegenden Surfboards der Versicherung erklären wollen. Aber es hat alles wunderbar geklappt.
Surfboards auf dem Mietwagen
Surfboards auf dem Mietwagen
Wir hatten dann unsere Surfboards in unserem AirBnB Zimmer stehen und das war auch der einzige Punkt an dem ich super miesgelaunt war, weil ich es echt anstrengend fand alle Sachen immer vom Auto ins Zimmer zu tragen. Und so ein Surfboard ist ja auch nicht gerade handlich. Und man sollte in Kapstadt wirklich nichts im oder auf dem Auto lassen. Deshalb mussten wir immer alles ins Zimmer schleppen. Da war ich dann beim ersten Mal etwas überfordert und habe ein bisschen rumgezickt. Aber es hat sich ja gelohnt.
Surfboards im Airbnb Zimmer
Surfboards im Airbnb Zimmer
Ich würde sehr gerne sagen, dass ich das mit dem Surfen total drauf habe, aber dann hätte ich folgende wunderbare Situation gar nicht erlebt:
Surfen ist ja auch bei Anfängern so ein bisschen so, dass man sich und das Surfboard erstmal durch 300 brechende Wellen kämpfen muss bis man überhaupt im Meer drin ist. Dann ist man im Meer drin und wartet auf eine schöne Welle. Wenn die Bedingungen nicht optimal sind, klatschen erstmal während des Wartens weitere 300 Wellen auf dich ein. Man chillt also nicht super cool auf seinem Board. Sondern man ist so "Hilfe... Oh Gott... die wird über meinem Kopf brechen.... Hilfe Hilfe .. Alter ist das kalt... alter das ist ein Brain Freeze... Wo ist oben. ... wo ist mein Brett.... Urks... geil 3 Liter Meerwasser getrunken... hilfe." Das passiert aber nicht so oft, denn meistens bricht die Welle schon vor dir oder nach dir und dann muss man nur ein bisschen kämpfen. Und dann ist es aber trotzdem noch sehr kalt, denn in Kapstadt hat man Ende Februar/Anfang März folgende Optionen:
1. kaltes Wasser (z.B. Muizenberg) und

Bunte Häuschen am Strand von Muizenberg
Bunte Häuschen am Strand von Muizenberg
2. arschkaltes Wasser (z.B. Big Bay).
Big Bay in Kapstadt mit dem Blick auf den Tafelberg
Big Bay mit dem Blick auf den Tafelberg

Das heißt, wenn man Option 2 gewählt hat, dann friert man ganz schön. Trotz des Wetsuits. An den Händen und an den Füßen und am Kopf und im Gehirn.
Jedenfalls hatten Anne und ich in Big Bay beschlossen, dass wir die nächste Welle nehmen und dann raus gehen und uns kurz aufwärmen.
Also ich mich aufs Board gelegt. *paddel paddel paddel*. Dann spürt man die Welle an den Füßen *PADDEL PADDEL PADDEL*. Dann geht man in den Vierfüßlerstand. Und dann setzt man einen Fuß zwischen die Hände und steht auf. Also eigentlich. Es sei denn man ist fauli. Dann fährt man weiter im Vierfüßlerstand auf der Welle zum Strand und freut sich. Und genau das habe ich getan. Das war recht gemütlich und ich dachte mir, ich gucke mal, was Anne neben mir so macht und drehe meinen Kopf nach rechts. Und was sehe ich da? Anne im Vierfüßlerstand auf ihrem Board. Wir mussten so krass lachen. Die beiden Surfexpertinnen düsen wie so zwei Idioten an den Strand. Wir haben noch so lange gelacht. Das war echt schön.

Anne und ich voll süß
Anne und ich voll süß
Ich glaube, das bin ich beim Surfen...
Ich glaube, das bin ich beim Surfen...
Jetzt nur noch aufstehen - easy
Jetzt nur noch aufstehen - easy
Anne beim Surfen und ich so nicht
Anne beim Surfen und ich so nicht

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3 Kommentare

  1. Uiii.. da werden Erinnerungen wach... war auch vor ein paar Wochen in Kapstadt und habe bei Alexis Surfstunden genommen!

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    1. Ach das ist ja witzig! Alexis ist super. Sein Bruder arbeitet nun auch für Stoked.

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  2. Klasse Urlaub von Euch beiden Wassernixen. Eine Runde neid !

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